Das Prinzip der Konsequenzen

Das geistige Prinzip von Ursache und Wirkung

»Der Mensch hat einen freien Willen zu wünschen was er mag, doch mit diesem Geschenk an Freiheit wurde auch die Verantwortung für die Konsequenzen mitgeliefert.«

In unserem Leben geschieht nichts zufällig, das heißt ohne Ursache. Selbst wenn wir die direkten Gründe nicht sehen können, so löste doch stets irgendetwas ein jegliches Ereignis aus.

Für alles gibt es eine Quelle und einen Grund; für die Kündigung, den Stau, die Geburt eines Kindes, den Hunger in der Dritten Welt, das Rauschen der Blätter, das Entstehen einer Wolke, den Duft einer Blume und den Geschmack im Wasser.

Dieses Gesetz von Ursache und Wirkung können wir auch den Großvater aller Gesetze nennen, denn auf diesem Prinzip berufen sich die Physik, die Biologie, die Medizin, unsere Technik, die Wirtschaftswissenschaften und auch die Landwirtschaft – sämtliche Wissenschaften.

Es ist das Urprinzip der Chemie, wenn Substanzen und Verbindungen mit einander reagieren. Wenn Sie eine Gitarrensaite anschlagen, wird ein Ton erzeugt. Der Amboss in Ihrem Mittelohr, Ihr Trommelfell und Ihr Gehirn werden reagieren und schließlich werden Sie den Klang als harmonisch oder als unangenehm empfinden.

Die Welt wirk auf unser Denken, auf unsere Empfindungen und auf unseren Hormonhaushalt – doch geschieht das auch in anderer Richtung? Hat das Geistige, haben unsere Gedanken, unsere Gefühle und unsere Überzeugungen einen Einfluss auf die Welt dort draußen? Sicherlich, und die Beweise füllen ganze Bibliotheken.

Sie kreieren durch Ihre Gedanken Ihre Welt

Alles, was Sie in Ihrer persönlichen Umgebung wahrnehmen, Ihre Wohnung, Ihre Einrichtung, Ihre Kleidung und so weiter existierte grundsätzlich zunächst als reine Idee, als Gedanke und geistiges Bild in Ihnen oder in jemand anderem.

Wenn Sie ein Geschäft aufbauen wollen, schreiben Sie zunächst einen Geschäftsplan und entwickeln mit Ihrem Verstand eine Strategie. Wenn Sie ein Haus bauen, existiert dieses Haus zunächst in Ihren Gedanken, bevor es in einer Blaupause auf Papier gebracht wird.

Die Ideen der Menschen erhellen die Welt oder verdunkeln den Himmel.

Der kleinste Gedanke in diesem kreativen Prozess von der geistigen Ursache zur stofflichen Wirkung, ist der Wunsch bzw. die Absicht. Ihre Wünsche bestimmen Ihre Gedanken und Ihre vorherrschenden Gedanken bestimmen schließlich Ihre Entscheidungen. Alle Entscheidungen, die Sie treffen und in die Tat umsetzen, werden unaufhaltsam Früchte tragen, denn alles was Sie tun und auch was Sie nicht tun, hat Konsequenzen. Ob Sie sich selbst mögen oder verurteilen – es hat Konsequenzen. Ob Sie eine Gewohnheit beibehalten oder abstellen hat Konsequenzen. Dieses Gesetz von Ursache und Wirkung ist das geistige Gesetz der Konsequenzen und die kleinste Ursache in Ihrem Leben sind Ihre Wünsche.

Ihre Gedanken sind die Ursache Ihrer Lebensumstände

Weil Gedanken die Ursache und unsere Lebensumstände eine Folge daraus sind, bewegt sich unser Leben und die Welt beständig in die Richtung unserer Wünsche und unserer primären Gedanken. Alle spirituellen und metaphysischen Texte sprechen davon, dass wir letztlich zu dem werden, woran wir die meiste Zeit denken. Das, woran Sie die meiste Zeit denken, wird sich in Ihrem Leben manifestieren, und wenn Sie auf Ihr Leben blicken, ist es vielleicht nicht das, was Sie sich erhofft, jedoch sicherlich das, was Sie erdacht haben.

Tu was du willst und was willst du tun?

Im Roman die Unendlichen Geschichte aus dem Jahre 1979 von Michael Ende erhält der kleine Bastian ein wunscherfüllendes Amulett mit der verschlüsselten Inschrift „Tu was du willst“. So beginnt er sich zu wünschen, was er mag und schließlich gerät dabei die Welt in arge Bedrängnis. Fast zu spät erkennt Bastian, dass er seinen wahren Willen erkennen muss um nicht auf ewig dem Wahnsinn zu verfallen und in einer Phantasiewelt gefangen zu bleiben. Ist das möglicherweise die Situation unserer Zivilisation, die eine Welt kreiert hat, in der täglich hunderte von Tier- und Pflanzenarten aussterben, da sie dem Wahn unkontrollierter Wünsche zum Opfer fallen? All diese Wesen, kleine Individuen, bunte Insekten, Amphibien, die großen Wälder, die Gorillas und die Orang Utans (bornesisch die Waldmenschen) haben keinen Platz mehr zu leben und zu atmen, bei all unseren Wünschen nach mehr Straßen, Industrieparks, Fabriken und neuem Irgendwas.

Eine Frage, die man sich in den Meditationsübungen des Zen stellt, lautet:

„Was ist das größere Problem, zuviel oder zu wenig zu haben?“ Die Beantwortung dieser Frage führt auf den Weg und das Ziel, nämlich zum Pfad der Mitte. Diesen Weg der Mitte, Nala, wie ihn die alten Hawaiianer nennen, gilt es global wieder zu finden. Er ist die Balance, das achtsame Miteinander und das Verständnis, dass jedes Lebewesen wertvoll und ein Segen ist. In Gottes Schöpfung gibt es nicht Sinnloses. Alle intelligenten Menschen sind zu diesem eindeutigen Schluss gekommen, dass jedes Tier und jede Pflanze auf diesem Planeten eine besondere Aufgabe hat, auch wenn wir das (momentan) nicht sehen können. Jedes Mitglied der großen Ohana ist ein Segen für alle.

Der Mensch hat einen freien Willen zu wünschen was er mag, doch mit diesem Geschenk an Freiheit wurde auch die Verantwortung für die Konsequenzen mitgeliefert.

Danke und mit herzlichen Grüßen
Ulrich Duprée Autor

PS.
Bitte seien Sie die Veränderung, die Sie in der Welt sehen wollen.
Danke.

About the Author Ulrich Duprée

Ulrich Duprée ist erfolgreicher Buchautor, Forscher, Berater und Seminarleiter. Mit 8 Büchern in 9 Sprachen und 13 Ländern gilt er als Experte für Huna, Spiritualität, Hooponopono und Neues Denken.

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